Im hessischen Bruchköbel entsteht zurzeit eine neue Innenstadt. Ihren Kern bildet ein 2022 errichtetes Bürgerhaus, das zugleich Rathaus, Begegnungs- und Dienstleistungszentrum ist und damit eine entsprechende repräsentative Rolle für die Kommune erfüllt. Geplant wurde das Gebäude vom Darmstädter Architekturbüro Kramm & Strigl, das mit seinem Entwurf den 1. Preis in einem VOF-Verfahren gewann.
Der Innenbereich des Neubaus wurde zum größten Teil in Sichtbeton gegossen. Vorgesehen war dabei die Sichtbetonklasse SB 3, die besondere Anforderungen an die Qualität der Oberfläche stellt. Im Bauprozess traten dabei jedoch einige Probleme auf: Es entstanden zahlreiche Gussfehler, das Schalungsbild war überhaupt nicht eingehalten worden und ganze Flächen zeigten sich übersät mit Lunkern und Kiesnestern.
Unter Einsatz unserer kompletten Leistungspalette haben wir diese Baumängel in monatelanger, akribischer Kleinarbeit behoben. Wir reprofilierten Kanten sowie alle Fugen und erstellten das komplette Schalungsbild neu. Da auch sämtliche Dächer aus Ortbeton eine hohe Verschmutzung durch Rost aufwiesen, kam eine maschinelle Reinigung zum Einsatz. Im Anschluss waren viele Retuscheur:innen am Werk, um die Schadstellen verschwinden zu lassen. Eine flächendeckende, homogenisierende Lasur konnte die gewünschte Sichtbetonästhetik wiederherstellen.

Auch bei diesem Projekt wurden Fertigbauteile eingesetzt, die im Anschluss restauriert werden mussten.

Links: Decken und Wände der Büroräume wurden gereinigt und anschließend retuschiert.
Rechts: Während die unbearbeitete Antragung links noch zu sehen ist, wurde sie rechts bereits präzise retuschiert.

Vollflächige Farbunterschiede, die nur noch mit einer Lasur korrigiert werden können.

Bei diesem Bauvorhaben wurde das Schalungsbild vollflächig erneuert.

Überall wurden Zementläufer und Gussfehler korrigiert.

Hier wurde ein erheblicher Gussfehler ohne erneutes Zementieren behoben.

Nach den Spachtel- und Retuschierarbeiten wurde die ganze Magistrale vollständig mit einer dünn pigmentierten Lasur überzogen.

Auch hier wurde ein gravierender Gussfehler ohne erneutes Zementieren behoben.

Vorher – Nachher: Behutsam wird das Vordach maschinell bearbeitet. Die Betonoberfläche wird dadurch nicht beschädigt.

Am Ende führte nur eine dünn pigmentierte Lasur zum gewünschten Ergebnis, da die Rostspuren zu hartnäckig waren.

Links: Retuschierte Fläche bis zur abgehängten Decke. Darüber der alte Zustand der Sichtbetonoberflächen.
Rechts: Überstände mussten entfernt werden, das Schalungsbild wurde reprofiliert.

Bearbeitete Laibung mit gleichmäßiger Schattenfuge zum Holzrahmen hin.

Bearbeitete Laibung mit gleichmäßiger Schattenfuge zum Holzrahmen hin.